Ab of d’Pischte

Zum dritten Mal habe ich heute morgen meinen Aufenthalt im Grand Canyon Hostel in Flagstaff verlängert. Bis Montagmorgen bleibe ich hier, dann breche ich auf Richtung Westen. Es fällt mir nicht ganz leicht, Flagstaff zu verlassen. Ich fühle mich wohl hier, kenne die Leute und die Gassen. Diese Vertrautheit gegen totale Ungewissheit einzutauschen, ist ein grosser Schritt. Und doch, von Tag zu Tag freue ich mich mehr, und von Stunde zu Stunde werden meine Pläne konkreter. Mit meinem Lonelyplanet Reiseführer und dem Hallwag Strassenatlas habe ich mich in den letzten Tagen immer wieder in die Hostel Stube gesetzt und bin mögliche Routen durchgegangen. Den genauen Verlauf muss ich noch festlegen. Ich werde aber bald Richtung Kalifornien aufbrechen, mir die Mojave Wüste, den Death Valley National Park und den Joshua Tree National Park anschauen, bevor ich in rund zwei Wochen in LA ankomme. Nach ein paar Stadtbummeln möchte ich mir den Channel Island National Park anschauen, wo sich momentan Seelöwen und Robben zur Paarungszeit treffen, und danach über San Diego ins südliche Arizona zum Saguaro National Park weiterreisen. Das sind die grossen Stationen. Zwischenstopps habe ich ebenfalls einige im Sinn. Etwa das Evolution Museum in Cabazon, wo Intelligent Design Vertreter beweisen wollen, dass Menschen seit Millionen von Jahren die Erde bewohnen und gleichzeitig mit den Dinosauriern über die Kontinente wanderten. Oder den Salton Sea, der 10 Mal salziger als der Pazifik und Heimat einer Reihe ganz abstruser Tiere ist. Ich bin gespannt!

Heute habe ich im Bezug auf meine Reise einen kleinen Durchbruch geschafft. Ich habe ein neues Pack-Konzept ausprobiert und all meine Besitztümer so ins Auto reingebracht, dass ich problemlos auf Kleider, Küchenmaterialien, Bücher und Elektronika Zugriff habe. Es ist gemütlich in meinem Subaru, alles hält, nichts rutscht umher, ein Notfallkanister Benzin und ein zusammenklappbarer Chill-Stuhl sind ebenfalls mit von Partie. Mein „rolling home“ ist ready.

Um den Beitrag bildtechnisch etwas aufzupeppen folgen ein paar Snapshots vom letzten Mittwoch, als ich mit Sara Blau und Teresa Sommer, die letztes Semester ebenfalls zum „international team“ gehörten, frühmorgens mit gemieteten Snowboards und warm eingepackt hoch zum Arizona Snowbowl (dem einzigen Skigebiet Arizona’s) fuhr und die zwar kurzen, aber fantastisch-verschneiten und menschenleeren Pisten genoss. Ein Skigebiet mit Ausblick auf den Grand Canyon (man sieht ihn ganz hinten am Horiz0nt); das ist doch mal was…



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2 Antworten zu Ab of d’Pischte

  1. BARBI schreibt:

    hallo samuel
    unterdessen wirst du wohl auf dem weg richtung arizona sein. ich wünsche dir ebenfalls viel glück auf dem weiteren weiten weg. es gibt noch sooooo viel zum schauen unterwegs. hast du noch platz in deinem speicher für all die vielen eindrücke?
    vielen dank für die karte aus hawaii. hab mich sehr gefreut, ganz persönlich post von dir zu erhalten.
    ganz herzliche grüsse aus der frühlingshaften schweiz
    (drittwelt-land hin oder her – die waffen bleiben weiterhin im kleiderschrank eines jeden – hi hi hi – wir sind doch mündige bürger oder was !!! )
    BARBI

  2. sabina wicki schreibt:

    wir alle wuenschen dir eine gute weiterreise mit vielen schoenen erlebnissen !
    gruesse aus dem sonnigen argentinen sabina und anhang

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